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Unsere Serie „Typisch Mann-Typisch Frau": Teil 75

 

Ist Aberglaube weiblich?
Wem Horoskope & Co. nutzen

Wir leben im Zeitalter von Naturwissenschaft und Aufklärung. Doch noch nie hatten Wahrsager und Astrologen so viel verdient wie heute. Vor allem an Frauen. Warum?

Christine und Bernd blättern gemeinsam in der Zeitung. Sie hat gerade das Horoskop gefunden und liest vor: „Venus und Mars kreuzen Ihre Bahn. In Ihrer Beziehung stehen die Zeichen auf Sturm.“
Bernd mault: „Lies doch nicht diesen Quatsch! Wenn deine Astrologen in die Zukunft sehen können, wieso schreiben die dann in der Zeitung? Warum sagen sie nicht die nächsten Lottozahlen oder wenigstens die Aktienkurse vorher, scheffeln ein Vermögen und ziehen sich damit an die Sonnenküste Kaliforniens zurück?“
“Siehst du, das Horoskop hat Recht,“ ärgert sich Christine. „Du suchst Streit.“

Haben Geburtstag- und –stunde einen Einfluss auf den Charakter und Schicksal? Der Bonner Psychologe Martin Reuter analysierte mit seinen dänischen Kollegen Peter Hartmann und Helmuth Nyborg die Daten von 15 000 Personen. Sie fanden keinen Zusammenhang zwischen Sternzeichen und Persönlichkeit. Das ist nicht neu. Frühere Studien waren bereits zu dem gleichen Schluss gekommen. Allerdings gibt es eine Ausnahme. Schon vor über 35 Jahren fand der Hamburger Psychologe Kurt Pawlik heraus: „Nur bei Menschen, die an Astrologie glauben, bestand ein geringer, aber statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Sternzeichen und Charakter.“ Wer an sein Horoskop glaubt, verhält sich unbewusst so, dass seine Prophezeiungen in Erfüllungen gehen.

Doch harte Fakten können den Erfolg der Astrologen nicht ernsthaft schmälern. 13,6 Prozent der Frauen vertrauen auf Horoskope. Bei den Männern sind es nur 5,6 Prozent. Beim Privatsender Astro TV sind 90 Prozent der Kunden Frauen. Zwischen Skeptikern und Leichtgläubigen gibt es keine scharfe Grenze. Selbst vernunftgesteuerte Menschen rufen in Notlagen Wahrsager zu Hilfe. Nach dem 11. September 2001 hatte sich laut einer Allensbach-Umfrage die Zahl der Horoskopleser annähernd verdoppelt. Wenn nach einer Trennung, schweren Krankheit oder einem Misserfolg Schulmedizin oder Psychologen nicht weiterhelfen können, wirken spirituelle Helfer oft als rettender Strohhalm. Aber woher stammt der Geschlechtsunterschied?

Männer beurteilen in erster Linie die Methode. Halten sie Karten- und Sterndeuten für Humbug, misstrauen sie auch der Person, die damit ihr Geld verdient.

Frauen schauen eher auf den Berater. Kann er sich in ihr Problem einfühlen und wirkt sein Zuhören hilfreich, ist sie auch bereit, seine Methode zu akzeptieren.

Was ein Wahrsager wirklich drauf hat, kann nur ein objektiver Test an den Tag bringen. Den könnten auch Sie privat durchführen – allerdings wird er nicht billig: Rufen Sie nach Bauchgefühl 100 Wahrsager an, legen Sie Kummer in Ihre Stimme und sagen Sie, Ihr Liebhaber habe Sie wegen einer anderen nach über fünf Jahren verlassen. Fragen Sie, ob er zu Ihnen zurückkommen wird. Die einen werden Ihnen Hoffnung machen, die anderen Ihnen raten, ein neues Leben ohne ihn zu beginnen. Prüfen Sie, ob auch nur einer der Hellseher die Wahrheit erkennt – dass Sie sich die ganze Sache nur ausgedacht haben.

Also alles nur Schwindel? So einfach ist die Lage nicht. Tausende zufriedene Kund(inn)en beweisen: Wahrsagen kann weiter helfen. In uns allen wohnt ein tiefes Bedürfnis nach Klarheit und sicherem Wissen. Im Zustand der Ungewissheit fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen. Wählen wir trotzdem eine Alternative, plagen uns Zweifel, ob wir nicht besser anders hätten wählen sollen.

Häufig aber ist es egal, wie wir entscheiden. Beide Alternativen haben Vor- und Nachteile. Hauptsache, wir entschließen uns rasch und ziehen unseren Entschluss mit aller Konsequenz durch. Ob eine andere Variante besser gewesen wäre, erfahren wir nie, weil wir sie nicht ausprobiert haben. Diesen Schritt vom Grübeln zum Handeln kann ein erfahrener Wahrsager erleichtern. Mit seiner Menschenkenntnis kann er oft besser die innere Entwicklung erahnen, die sich in seiner Kundin anbahnt, als diese selbst. Die zwei wichtigsten Themen der Ratsuchenden sind daher:

  • Partnerprobleme: Kommt er zurück, wann treffe ich den Traumpartner?

  • Ängste vor Krankheit, Tod, Geldnöten und Jobverlust.

Problematisch wird es, wenn die Ratsuchende blind vertraut. Vorhersagen können Sucht erzeugen. Süchtige Kundinnen rufen – zum Beispiel wegen Liebeskummer – in einem Monat über hundert Hotlines an. Erst die Überziehung des Dispokredit stößt sie unsanft in die Wirklichkeit zurück.

Wahrsager verweisen gern auf spektakuläre Vorhersageerfolge. Das ist freilich keine Kunst. Wer oft genug Vorhersagen trifft, wird aus statistischen Gründen auch ein paar Treffer landen, die auf den ersten Blick faszinierend wirken. Wie leicht dieser Effekt zu erzielen ist, zeigte der Biologe Richard Dawkins. Er bat in einer Vorlesung alle Studenten, eine Münze zu nehmen, zu werfen und aufzufangen. Kopf oder Zahl? Zahl sollte als Treffer gelten. Etwa die Hälfte der Studenten hatte Zahl und durfte ein zweites Mal werfen. Wieder die Hälfte von ihnen warf Zahl und kam in die dritte Runde. Wiederum die Hälfte von ihnen freute sich über Zahl. Auf diese Weise halbierte sich von Runde zu Runde die Zahl der Teilnehmer, bis nach dem achten Wurf eine Studentin mit Zahl übrig blieb. Dawkins sagte nun zu ihr: „Junge Frau, Sie haben achtmal hintereinander Zahl geworfen. Obwohl Sie laut Wahrscheinlichkeit hätten abwechselnd Kopf und Zahl werfen müssen. Ein Wunder! Sie müssen medial begabt sein.“

In Wahrheit gab es kein Wunder. Unter 512 Studenten muss laut Wahrscheinlichkeits­rechnung einer sein, der achtmal hintereinander Zahl wirft. Kurz, bei einer genügenden Anzahl von Versuchen wird die Ausnahme statistisch wahrscheinlich.

Was Ihnen teure Wahrsager liefern, können Sie sich auch selbst verschaffen:

  • Lernen Sie, mit Ungewissheit zu leben. Unklarheit bedeutet auch eine Chance. Denn wenn alles offen ist, können Sie frei entscheiden. Sie sind keinem Sachzwang unterworfen. Ein Entschluss aus dem Bauch heraus ist dann nicht schlechter als das beste Expertenurteil.

  • Hören Sie auf Ihre Intuition. Anleitung dazu in unserem Egonetartikel.

  • Wenn Ihnen alle Alternativen gleich schlecht erscheinen: Würfeln Sie oder benutzen Sie eine andere zufällige Entscheidungshilfe. Hauptsache, Sie raffen sich zu einer Entscheidung auf.

  • Handeln Sie statt passiv abzuwarten. Holen Sie sich lieber ein klares Nein als gar keine Antwort. Ein Ausweichen bedeutet praktisch auch ein Nein – Ihr Wunschpartner, -job usw. steht Ihnen nicht zur Verfügung.

    Veröffentlicht im Januar 2007 © by www.berlinx.de

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