Warning: fopen(../zaehler.txt) [function.fopen]: failed to open stream: No such file or directory in /www/htdocs/egonet/wpblog/typisch/typisch.php on line 18

Warning: fgets(): supplied argument is not a valid stream resource in /www/htdocs/egonet/wpblog/typisch/typisch.php on line 19

Warning: rewind(): supplied argument is not a valid stream resource in /www/htdocs/egonet/wpblog/typisch/typisch.php on line 21

Warning: fputs(): supplied argument is not a valid stream resource in /www/htdocs/egonet/wpblog/typisch/typisch.php on line 22

Warning: fclose(): supplied argument is not a valid stream resource in /www/htdocs/egonet/wpblog/typisch/typisch.php on line 24
++++++ Online - Magazin für Kommunikaton, Lebensstil und Individualität ++++++
Leserbriefe/Gästebuch Leserumfrage Ego-Links Archiv Newsletter bestellen Impressum Kontakt FAQ
philosophische Streifzüge
serien
  design by
lexaart.de
©berlinx.de
Klaus-D. Berlin
written by
Dr. Frank Naumann
Bücher von Ego-net.de:
Informieren Sie sich hier
Frank Naumann: Die Kunst des Streitens   Frank Naumann: Kleiner Machiavelli für Überlebenskünstler      Ego-net Buch
 

zur Druckversion

Unsere Serie „Typisch Mann-Typisch Frau": Teil 50

 

Androgyn
Das Idealbild eines Zwischengeschlechts

Frauen mit männlichen und Männer mit weiblichen Zügen faszinieren uns. Sie verheißen uns eine Zukunft, in der die Gegensätze zwischen den Geschlechtern verschwinden, in der wir unsere andere Seite entdecken und ausleben.

Jo, dat stimmt.

David Bowie, Boy George, Computerspielheldin Lara Croft und viele Models mit knabenhafter Ausstrahlung wurden als androgyn bezeichnet. Das Wort setzt sich zusammen aus den griechischen Bezeichnungen für Mann (andros) und Frau (gyne). Es benennt ein Wesen, das die positiven Eigenschaften beider Geschlechter in sich vereint und ihre negativen Seiten überwindet.

Frauen sollen stark, selbstbewusst, unabhängig und intelligent, Männer sensibel, einfühlsam und weniger aggressiv werden. Das ideale androgyne Wesen ist also hart und gefühlvoll zugleich. Wenn allerdings in den Medien das Wort „androgyn“ fällt, sind Äußerlichkeiten gemeint. Weiblichen Gesichtszüge und Make-up beim Mann, knabenhafte Figur, kurze Haare und durchsetzungsfähiges Auftreten bei der Frau.



Hallo Frau Schröder!

Das Ideal der Androgynie stammt von dem altgriechischen Philosophen Platon. In seinem „Gastmahl“ erzählte er, dass Mann und Frau ursprünglich in einem kugelförmigen Wesen mit vier Armen und Beinen vereint waren. Weil dieses Wesen aber danach strebte, den Göttern ihren Rang streitig zu machen, spaltete Göttervater Zeus diese androgynen Doppelmenschen in einen weiblichen und männlichen Teil auf. Seitdem sind die Hälften damit beschäftigt, Liebe zu suchen, um sich zu vereinen und so zu ihrer früheren androgynen Ganzheit zurückzufinden. Mit sich selbst beschäftigt, stellen sie für die Götter keine Gefahr mehr da.

Die Frauenbewegung besann sich auf das alte Ideal. Für den Feminismus sollte die befreite Frau androgyne Eigenschaften besitzen. Sie wollte den Mann vom patriarchalischen Thron stoßen und sanfter machen – auch ihm war eine androgyne Zukunft bestimmt. Soweit das Ideal. Doch hat es in der Alltagspraxis eine Chance? In der Folgezeit haben Psychologen untersucht, wie weit androgyne Eigenschaften in der Gesellschaft tatsächlich einen Vorteil bieten.

Das Ergebnis: Frauen profitieren von der Androgynie. Ihnen nutzt ein Zugewinn an Eigenschaften, die traditionell als männlich galten – also aktiv, unabhängig, standfest und durchsetzungsfähig sein. Je männlicher eine Person in ihrem Charakter ist, desto besser sind ihre Leistungen und ihr Selbstwertgefühl. Dagegen sinken Leistungen und Selbstwertgefühl, wenn eine Person zu Gefühlsausbrüchen, Unterwürfigkeit, Jammern und Nervosität neigt – also Eigenschaften, die als traditionell eingestuft wurden.

Frauen nutzt also die Androgynie. Männern aber nicht. Welchen Vorteil sollten Männer haben, weniger Leistung und ein negatives Selbstwertgefühl zu entwickeln? Selbst unter schwulen Männern hat sich Androgynie nicht durchgesetzt.

Doch auch für Frauen ist Androgynie nicht durchweg positiv. Sie schadet nämlich dem Sex-Appeal. Sex-Appeal entsteht aus den typischen äußeren Geschlechtsattributen. Nur wer auf den ersten Blick als eindeutig männlich bzw. weiblich zu erkennen ist, sendet klare Signale, auf die das andere Geschlecht reagiert. Besonders Männer bevorzugen Frauen mit klar weiblicher Ausstrahlung. Anders die Frauen. Auf der Suche nach einem Abenteuer wissen sie zwar maskuline Kerle zu schätzen, wenn es jedoch um einen Dauerpartner geht, kommen bei ihnen Männer mit femininen – also androgynen – Zügen besser an. Auch hier ist das androgyne Ideal etwas, das vor allem Frauen interessiert.

Die androgynen Wesen der Medien bilden da keine Ausnahme. Die androgynen Sänger beeindrucken vor allem weibliche Fans. Soll hingegen eine Amazone wie Lara Croft Männer begeistern, darf sie nicht über nur Waffen und einen entschlossenen harten Blick verfügen, sondern muss auch viel Haut an den üblichen Stellen zeigen. Lara Croft ist schlank, aber ihre weibliche Kurven sind nicht zu übersehen.

Am stärksten hat sich das androgyne Ideal in der Erziehung verwirklicht. Eltern schwebt für ihre Kinder häufig eine Persönlichkeit vor, die die besten Eigenschaften beider Geschlechter in sich vereint. Doch wieder übernehmen Töchter dieses Ideal eher als die Söhne. Kein Wunder, männliches Auftreten wird in unserer Gesellschaft mit Erfolgen belohnt, auch bei Frauen. Dagegen kommt ein Mann gut durchs Leben ohne sanft, hilfreich, aufopfernd und gefühlsbetont zu handeln.

Damit bleibt Androgynie vor allem eine Variante, einen originellen persönlichen Stil zu finden. Für Frauen ist sie eine Möglichkeit, zu einem stärkeren Selbstbewusstsein zu gelangen. Weil Frauen verstärkt männliche Züge annehmen, verringern sich die Gegensätze zwischen den Geschlechtern. Männer haben sich vergleichsweise wenig verändert. Sie helfen etwas mehr im Haushalt und haben gelernt, dass soziale Kompetenz wichtig ist. Aber männliche Ideale von Härte und Dominanz sind weiterhin die Domäne „echter“ Kerle. Androgynie bleibt in erster Linie eine Sache der Frauen, die ihren Fuß in bislang männlich beherrschte Territorien setzen.

Oktober 2004 © by www.berlinx.de

zur Druckversion

In Partnerschaft mit
Amazon.de

LOVEPOINT - Liebe oder Seitensprung? - Click it

in
bis EUR Zimmer
copyright by Axel Hörnig
Dauerkrieg oder neue Verständigung?  
Am Anfang war die Frau  
Frauen reden, Männer handeln?  
Frau und Mann 2000  
Mann/Frau dringend gesucht!  
Verführung.  
Ewig währt der Seitensprung  
Zicke contra Macho  
Heulsusen und Prügelknaben  
Mimose trifft Rambo  
Sex oder Liebe  
Zärtlichkeit und Leidenschaft  
Männliche Logik und weibliche Intuition  
Mann oder Frau – wer ist gesünder?  
Für sie die Pille – für ihn die Spritze  
Führung ist gefragt  
Mit Fleiß und Ellenbogen  
Frau am Steuer  
Pubertät  
Wechseljahre und Midlifecrisis  
Das Harry-und-Sally-Syndrom  
Flirt, Anmache, Belästigung  
Der Kuß  
Aphrodisiaka  
Orgasmus  
„Das kannst du sowieso nicht verstehen!“  
Wochenendehen und andere Fernbeziehungen  
Naschkatze und Fleischwolf  
Frauenmangel und Männerüberschuß  
Geschlechtshormone und Altern  
Nähe und Distanz  
Lüge und Täuschung  
Geheimnisse  
Romeo und Julia forever!  
Heiraten  
Flirten  
Liebe online  
Methusalem ist weiblich  
Blitzschlag und Hornissenstich  
Haare  
Machtspiele  
Weshalb Frauen anders ticken und Männer nicht wissen wollen, warum  
Wenn Frauen Fußball spielen und Männer Ballett tanzen  
Frauen kichern, Männer grölen  
Herrenwitze und Weiberspott  
Körpersprache von Frauen und Männern  
Frühlingsflirt  
Pokerface und Dauerlächeln  
Romantik oder Action  
Androgyn  
Wozu sind Männer da?  
Brummen und Säuseln  
Boris und Britney – mehr als Schall und Rauch  
Drei Väter braucht das Kind  
Starke Herzen sind weiblich  
Sind Männer klug und Frauen raffiniert?  
Angriffsziel Liebe (I)  
Angriffsziel Liebe (II)  
Hengst besteigt Luder  
Wer Männer und Frauen begehrt  
One-Night-Stand  
Träume und der kleine Unterschied  
Lustvoll streiten  
Der Frost-Faktor  
Schnarchen  
Als Paar übereinstimmen  
Anbaggern für Profis  
Sich verlieben  
Die magische 13  
Schönheit  
Schönheitsoperationen  
Der Duft der Liebe  
Statussymbole  
Geschenke für die Liebsten  
Ist Aberglaube weiblich?  
Multikulti Paare  
Das Kleider-Paradox  
Der weibliche Schuhtick  
Männer überzeugen  
Frauen überzeugen  
Haare oder glatt wie ein Popo  
Wie der Sex heiß bleibt  
Beziehungsterror  
Sex-Appeal  
Der Quassel­strippen-Mythos  
Die verwirrende Welt des Sex  
Allein unter Männern  
Große Kerle bevor­zugt  
Sex-Tempera­mente  
Gleich­berech­tigung in der Sprache  
Idealtyp gesucht  
Die Weichei-Falle  
Lockruf für ihn, Kom­pliment für sie  
Achtsamkeit  
Männer im Vorteil?  
Sind Frauen geheim­nis­voll?  
Der Kavaliers­effekt  
Pullover ausziehen  
Die Liebes­konkurrenz  
Rot macht Männer sexy  
Verlieben für Fortgeschrittene  
Warum macht Liebe blind?  
Trennungen  
Warum Frauen Kerzenlicht lieben  
zum Seitenanfang zur Startseite Archiv Newsletter bestellen Impressum Kontakt FAQ
 
zurück zur Startseite